Startseite
1 Armut - Minderh. Bd. 2
2 Philosophie - Humanismus
3 Karl Cervik - Biographie
4 Weltansch, Religionen - Chronik II/1
5 Kriminologie - Justiz - Chronik II/1
6 Österreichische Geschichte
7 Österreichische Literatur
8  Texte osterreichischer Autoren
9 Sachverzeichnis Österreich
10 Personenverzeichnis Österreich
11 Deutsche Literatur
12 Internationale Literatur II/1
13 Leserbriefe/Kommentare
14 Östereich aktuell
15 Aktuelles aus aller Welt
16 Eigene Manuskripte
17 Zeitschriftenverzeichnis
18 Justizvollzug II/1
19 Traditionen
20 Heimerziehung / Kinder
21 Psychiatrie/Schizoprenie/Euthanasie
22 Bergbau
23 Umweltschutz
24 Kunst
25 Städte und Länder - Israel Chronik II/1
26 Allgemeine Chronik - HP II
27 Schweiz
28 Europäische Union
29 Weltprobleme - UNO
30 Kindergärten/Kinderjahre
31 Bildung/Schule/Literatur
32 Sachverzeichnis Nr. II/ 1
33 Personenverzeichnis II/1
34 Humanistische Union e. V.
35 Bildungswerk der HU NRW e. V. zur HU
36  Buchchronik ab 1840
37 Förderkreis der Gemeinschaftsschule
38 Gästebuch
39 Deutsche Geschichte
40 Konfliktherd Nah-Ost
41 Armut - Vorgeschichte Band 1
42 Deutsche Bundesbahn II/1
43 Gedichte
44 Agnostisches Zentrum
   
 


Im Moment bereiten wir die Inhalte für diesen Bereich vor. Um Sie auf gewohntem Niveau informieren zu können, werden wir noch ein wenig Zeit benötigen. Bitte schauen Sie daher bei einem späteren Besuch noch einmal auf dieser Seite vorbei. Vielen Dank für Ihr Interesse!
                                      Strukturseite 44

30. September 2010 - Agnostiker sind vorsichtig, sie haben viele Feinde.

Stand: 14.Dezember 2010

                               

Stand: 19. Oktober 2010 - Vorübergehender Stopp des Vorhabens? Ja!

Mitglieder 7900 Mitglieder in Niedersachsen - 30 Jahre Bestehen einer Religionsgemeinschaft. Diese Voraussetzungen bestehen nicht. Durch Schaffung eines Bildungswerks (s. meine Gründung des HU-Bildungswerks) kann das Ziel dennoch erreicht werden.  Evtl. durch Zusammenschluss von Bildungswerken auf Bundesebene - sollte ein RA überprüfen. Name: Keine Religionsgemeinschaft .

                            Gründung eines  Agnostisches Zentrums

                                                   Inhaltsverzeichnis

1 Geplant: Die Gründung eines agnostischen Zentrums
2 Name des Zentrums
3 Was ist
Agnostizismus (Pantheismus) aus Wikipedia
4 Agnostizismus und Laizismus s.Wikipedia
5 Förderungsmaßnahmen
Kontakte
7 Mitgliedschaft
8 Personenverzeichnis

00.00.2007
In mehreren Mails unter der Strukturseite Leserbriefe zum Agnostizismus bekannt.

Förderungsmaßnahmen

00.00.2010  Schreiben an Dr. Häupl, Bürgermeister von Wien
00.00.2010  Antword von Prof Eck
000002010  Schreiben an das Innenministerium von Niedersachsen: Gründung eines  
                  Angnostischen Zentrums, welche Möglichkeiten der staatlichen Förderung gibt
                  es?
30.09.2010  Zwischenbescheid: Schreiben wurde an das Kultusministerium Niedersachsen
                  weitergeleitet
00


  2  Geplant: Die Gründung eines Agnostischen Zentrums in Deutschland


3   Über einen festen Treffpunkt entscheidet die 1. Mitgliederversammlung

Mitglieder können Menschen werden,
- die sich als Agnostiker bezeichnen und keiner Kirche oder Sekte (?) angehören.
- Sich für die Trennung von Staat und Kirche einsetzen
Die Mitgliedschaft beginnt mit Eingang des Mitgliedsbeitrages von ....?  jährlich auf das Konto: ...
Die erste Mitgliederversammlung wird einberufen, sobald mindestens 50 Mitglieder ihr Interesse an dem offiziellen Gründungsvorhaben bekundet habent und aktiv an der Gründung mitarbeiten wollen. Wer kennt Stiftungen, die gffls.das Gründungsvorhaben finanziell fördern wollen? Ein Förderungsvertrag soll auch mit dem Land Niedersachsen abgeschlossen werden, sobald das Zentrum als Köperschaft des Öffentlichen Rechts anerkannt ist. (Voraussetzungen können nicht erfüllt werden.)
Gesucht wird auch eine Persönlichkeit, die im Gründungsstadium die Leitung übernehmen kann. Eine finanzielle Vergütung kann jedoch gegenwärtig nicht gewährt werden. Als erstens sollte ein Geschftsführer ernannt werden, der neben der Zuständigkeit für die Mitglieder-Kommunikation sich um alle rechtlichen Fragen kümmern muss (Eintrag ins Vereinsregister - falls erforderlich etc.) PC-Kenntnisse sind unverzichtbar. Bis zur Bestimmung eines Leiters übernimmt der Geschäftsführer alle anfallenden Arbeiten, z. B. Anmeldung beim Gericht, Mieten von Versammlungs- und Vortragssälen Hierbei wird er von Karl Cervik unterstützt.
Gesucht werden Persönlichkeiten, die das Vorhaben begründen und in der Öffentlichkeit
darstellen können. Kontakte sind mit GBS und anderen Vereinen aufzunehmen.
Für die Öffentlichkeitsarbeit soll ein Flugblatt, Werbeprospekt erarbeitet werden.
Auf das Agnostisches Zentrum soll durch Vorträge namhafter Personen hingewisen werden...
Um die Einrichtung eines Literatur-Archivs wird sich Karl Cervik kümmern. Die Entgegennahme von einschlägiger Literatur (ohne Vergütung) für dieses Archivs wird begrüsst. Die Literatur wird von Karl Cervik gesammelt. In den Büchern sollte ein Zettel eingeklebt werden über den SpenderIn. Für die Archivierung wird eine Hilfskraft benötigt, die vorerst ohne Entgelt diese Tätigkeit stundenweise ausüben kann. Die Literaturarchiv steht vorerst nur Migliedern zur Verfüung. Das Archiv von K.C. wird in das Archiv des AZ integriert: Zur Nachahmung empfohlen.

Bezüglich der Rechtsfragen, die mit der Gründung verbunden sind, wird ein Rechtsanwalt gesucht, der das Zentrum beraten soll. Zunächst ebenfalls ohne Vergütung,



 



    4                                  Der Agnostizismus
                                             (Pantheismus)

             Agnostizismus aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie 

Der Agnostizismus (latinisierte Form des altgriechischen ἀγνωστικισμός agnōstikismós, von ἀγνoεῖν a-gnoein „nicht wissen, unbekannt, unerkennbar“; vergleiche Gnosis und Gnostizismus) bezeichnet die philosophische Ansicht, dass bestimmte Annahmen –insbesondere theologischer Art, welche die Existenz oder Nichtexistenz eines höheren Wesens wie beispielsweise eines Gottes betreffen – entweder ungeklärt oder grundsätzlich nicht zu klären sind. Thomas Henry Huxley
1 Übersicht
2 Starker und schwacher Agnostizismus
3 Agnostizismus und Theismus
4 Agnostizismus und Atheismus 5 Ignostizismus
6 Apatheismus und Apathischer Agnostizismus
7 Erweiterte Verwendung des Begriffs
8 Kritik
9 Literatur
10 Weblinks
11 Einzelnachweise Übersicht


Der Agnostizismus ist eine Weltanschauung, die insbesondere die prinzipielle Begrenztheit menschlichen Wissens betont. Die Möglichkeit der Existenz transzendenter Wesen oder Prinzipien wird nicht bestritten. Agnostizismus ist sowohl mit Theismus als auch mit Atheismus vereinbar, da der Glaube an Gott möglich ist, selbst wenn man die Möglichkeit der rationalen Erkenntnis Gottes verneint.

Die Frage „Gibt es einen Gott?“ wird dementsprechend nicht mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet, sondern mit „Ich weiß es nicht“, „Es ist nicht geklärt“ oder „Es ist nicht beantwortbar“.

Bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. erklärte Protagoras, einer der vorsokratischen sophistischen Philosophen der griechischen Antike, seinen agnostischen Standpunkt mit den Worten: „Was die Götter angeht, so ist es mir unmöglich, zu wissen, ob sie existieren oder nicht, noch, was ihre Gestalt sei. Die Kräfte, die mich hindern, es zu wissen, sind zahlreich, und auch ist die Frage verworren und das menschliche Leben kurz.“

Der Begriff des Agnostizismus wurde maßgeblich durch Thomas Henry Huxley (1825–1895) geprägt. Obwohl es sich um eine noch junge Begriffsbildung handelt, ist die dahinter stehende Auffassung deutlich älter und findet sich unter anderem bei Laotse sowie einigen griechischen Vorsokratikern und Sophisten.Starker und schwacher Agnostizismus

Die Auffassung, dass die Existenz von Göttern und anderen höheren Wesen grundsätzlich unerkennbar sei, wird auch als starker Agnostizismus bezeichnet. Dagegen bezeichnet schwacher Agnostizismus die Auffassung, dass die Existenz von höheren Wesen nicht grundsätzlich unerkennbar ist, sondern nur zum gegenwärtigen Zeitpunkt unbekannt ist. Während ein schwacher Agnostiker auf die Frage, ob es einen Gott gibt, mit „Ich weiß es nicht“ antworten würde, würde ein starker Agnostiker mit „Ich kann es nicht wissen“ (bzw. „das kann niemand wissen und wird auch nie jemand wissen können“) antworten.Agnostizismus und Theismus

Prinzipiell sind Agnostizismus und Theismus miteinander vereinbar, in der Praxis jedoch stehen die meisten Agnostiker dem Glauben an (konkrete) Gottheiten kritisch gegenüber. Die Gottesbeweise des Theismus (z.B. im Judentum, Christentum, Islam oder Hinduismus), das Offenbarungswissen und die in Religionen überlieferten Wunder und sonstigen angeführten Argumente für die Existenz höherer Wesen halten nach dem Urteil der Agnostiker einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand. Eine Gottestheorie, die nicht falsifizierbar ist, gilt in den Augen vieler Agnostiker aufgrund der fehlenden Falsifizierbarkeit als unwissenschaftlich und sollte nach der als Ockhams Rasiermesser bekannten Denkregel vermieden werden, da sie eine unnötig verwickelte Erklärung sei.

Viele Agnostiker lehnen insbesondere anthropomorphe Gottesvorstellungen ab, da ihnen diese als unglaubwürdig erscheinen. Eine Form des Theismus, die von manchen Richtungen des Agnostizismus akzeptiert wird, ist der Pantheismus, der die Natur bzw. das Universum als „göttlich“ bezeichnet. Viele Philosophen, wie beispielsweise Schopenhauer, bezeichnen den Pantheismus allerdings lediglich als dezenten Atheismus.Agnostizismus und Atheismus

Der grundsätzliche Unterschied zwischen Agnostizismus und Atheismus besteht darin, dass es beim Agnostizismus um die prinzipielle rationale Erkennbarkeit eines Gottes, beim Atheismus dagegen um den tatsächlichen Glauben an einen Gott geht. Daher ist der Agnostizismus vor allem eine philosophische Grundsicht, während sich der Atheismus vor allem als Gegenpol zum Theismus sieht. Der Unterschied erscheint zunächst gering, weshalb auch die Begriffe Agnostizismus und (schwacher) Atheismus oft (fälschlicherweise) synonym gebraucht werden.

Gelegentlich wird auch argumentiert, dass der Agnostizismus keine eigenständige Weltanschauung, sondern als Unterkategorie des Atheismus einzuordnen sei. Andere behaupten, tatsächlich sei es genau umgekehrt: Atheismus sei nur als Folge der agnostischen Weltanschauung sinnvoll. Erst die agnostische Ansicht, dass keine Möglichkeit der Erkenntnis Gottes existiere, mache die atheistische Ansicht, nämlich den Glauben an Gott nicht zu haben (schwacher Atheismus) oder gar zu negieren (starker Atheismus), überhaupt möglich. Hierbei sei angemerkt, dass diese Argumentationen nicht den Atheismus im starken Sinne betreffen, da dieser die Existenz eines Gottes bestreitet, was laut Agnostizismus nicht möglich ist.

Wegen der Betonung der Nicht-Erkennbarkeit eines höheren Wesens lehnt es der Agnostizismus ab, die Existenz höherer Wesen vollständig zu bestreiten, wie es im starken Atheismus geschieht.

Eine Richtung des Agnostizismus, der „atheistische Agnostizismus“, vertritt zwar die Ansicht, dass die Existenz eines Gottes unbekannt ist, hält aber meist auf Grundlage von Ockhams Rasiermesser die Nicht-Existenz für plausibler.[1]Ignostizismus ]

Mit Ignostizismus bezeichnet man die Ansicht, dass die Frage nach der Existenz oder Nichtexistenz „Gottes“ bedeutungslos ist, weil es keine einheitliche Definition des Begriffs „Gott“ gibt. Ein Ignostiker sagt: „Ich weiß nicht, was du mit dem Begriff „Gott“ meinst, und kann daher keine Aussage über dessen (Nicht)-Existenz treffen.“ Damit trägt der Ignostizismus dem Fakt Rechnung, dass der Begriff „Gott“ in der Regel auch durch eine subjektive Vorstellungskomponente geprägt ist. Ein Atheist begeht nach Meinung von Ignostikern den Fehler, dass er die Aussage „Es gibt Gott“ als sinnvoll oder universell beantwortbar akzeptiert.

Der Begriff Ignostizismus wurde von Rabbi Sherwin Wine (1928–2007), dem Gründer der Gesellschaft für Humanistisches Judentum, geprägt. Ursprünge sind allerdings schon in der Spätantike zu finden.Apatheismus und Apathischer Agnostizismus [Bearbeiten]

Apatheismus bezeichnet die Ansicht, dass die Frage nach der Existenz oder Nichtexistenz Gottes uninteressant und bedeutungslos sei. Apathischer Agnostizismus (auch pragmatischer Agnostizismus genannt) ist die Kombination von Apatheismus und Agnostizismus. Ein apathischer Agnostiker ist der Ansicht, dass die jahrtausendelangen Debatten und Bemühungen um die Klärung der Frage, die Existenz Gottes weder bewiesen noch widerlegt haben. Es sei deshalb anzunehmen, dass selbst falls eine oder mehrere Gottheiten existierten, ihre Existenz offenbar keine große Bedeutung für unser Leben habe.Erweiterte Verwendung des Begriffs [Bearbeiten]

Der Begriff Agnostizismus kommt in einer erweiterten Bedeutung außer im theologischen auch allgemein in metaphysischen oder erkenntnistheoretischen Kontexten zur Anwendung, beispielsweise in Bezug auf die Frage nach der Reinkarnation.

Selten wird der Begriff Agnostizismus synonym zu Skeptizismus verwendet, um erkenntnistheoretische Lehren zu bezeichnen, die die Erkennbarkeit der Welt insgesamt oder in wesentlichen Bereichen bezweifeln.Kritik [Bearbeiten]

Eine grundsätzliche Kritik am Agnostizismus übt die Natürliche Theologie. Diese behauptet, dass man ohne Rückgriff auf göttliche Offenbarungen allein mit den Mitteln der menschlichen Vernunft beweisen könne, dass Gott existiere. Thomas von Aquin widmet dem Agnostizismus (ohne diesen Begriff zu verwenden) in seiner summa contra gentiles das 12. Kapitel des 1. Buchs. Darin kommt er zu dem Schluss, dass man zwar nicht beweisen könne, was Gott sei, aber sehr wohl, dass Gott existiere. Dieser Standpunkt wurde später von vielen Philosophen – darunter Kant, der selbst Agnostiker war – verworfen, da sich die Existenz Gottes (wie viele andere Existenzbehauptungen auch) weder verifizieren noch falsifizieren lasse.

Auch von Seiten bestimmter Wissenschaftler wird der Agnostizismus kritisiert. So meint der britische Biologe und Atheist Richard Dawkins in seinem Buch Der Gotteswahn, dass „ein gewisser Agnostizismus [zwar die] angemessene Haltung in vielen wissenschaftlichen Fragen“ sei[2], doch bei Gott sei dies nicht der Fall, da die Existenz oder Nicht-Existenz Gottes nicht gleich wahrscheinliche Optionen seien.[3] Er selbst bezeichnet sich als „de facto atheistisch“: Er halte die Existenz eines Gottes für sehr unwahrscheinlich und führe sein Leben unter der Annahme, dass es ihn nicht gebe.[4] Eine Verfahrensweise, die er den Menschen im Allgemeinen attestiert. So würden wir im alltäglichen Leben dazu neigen, über Dinge, deren Existenz wir streng betrachtet nie völlig ausschließen könnten, wie die Zahnfee, Russells Teekanne oder das Fliegende Spaghettimonster, so zu reden als existierten sie nicht.[5]Literatur [Bearbeiten]Richard Dawkins: Der Gotteswahn. Ullstein, Berlin 2007 (Originaltitel: The God Delusion, übersetzt von Sebastian Vogel), ISBN 978-3-550-08688-5.  Theodore M. Drange: “Atheism, Agnosticism, Noncognitivism”. The Secular Web 1998. Copyright© Internet Infidels® 1995-2010. http://www.infidels.org/library/modern/theodore_drange/definition.html Horst Herrmann: Agnostizismus. Freies Denken für Dummies [die Gedanken sind frei]. Wiley-VCH, Weinheim 2008, ISBN 978-3-5277-0426-2.  Birgit Heiderich; Heinz Robert Schlette (Hrsg.): Der moderne Agnostizismus. Patmos, Düsseldorf 1979, ISBN 3-491-77307-5.  Hellmuth Kiowsky: Umweg zum Atheismus und das Ende der Religion. Atheismus als Konsequenz des Pantheismus. Centaurus, Freiburg in Breisgau 2010, ISBN 978-3-8255-0759-6.  Günter Lanczkowski; Gerhard Kwiatkowski, Dudenredaktion (Hrsg.): Schüler Duden: Die Religionen. Bibliographisches Institut, Mannheim/Wien/Zürich 1977, ISBN 3-411-01369-9.  Jacques Marx: Athéisme et agnosticisme. Edition de l’Université de Bruxelles, Brüssel 1986, ISBN 2-8004-0917-7.  Sebastian Murken (Hrsg.): Ohne Gott leben. Religionspsychologische Aspekte des «Unglaubens». Diagonal, Marburg 2008, ISBN 3-939346-07-1.  Peter Suren: Der Skeptizismus und seine universellen Argumente. Utz, München 2000, ISBN 3-8967-5820-9. 

Portal:Atheismus – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Atheismus
Portal:Religion – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema ReligionKai Nielsen: „Agnosticism“ im Dictionary of the History of Ideas (englisch, inkl. Literaturangaben) The Secular Web (Philosophische Website zu Agnostizismus, Atheismus, Naturalismus; umfangreiche elektronische Bibliothek) Einzelnachweise [Bearbeiten]↑ Vgl. J. J. C. Smart: „Atheism and Agnosticism“ in der Stanford Encyclopedia of Philosophy (englisch, inklusive Literaturangaben) ↑ Richard Dawkins: Der Gotteswahn, 6. Auflage, Ullstein: Berlin 2007 (2006), S. 68. ↑ Richard Dawkins: Der Gotteswahn, 6. Auflage, Ullstein: Berlin 2007 (2006), S. 69. ↑ Richard Dawkins: Der Gotteswahn, 6. Auflage, Ullstein: Berlin 2007 (2006), S. 73. ↑ Richard Dawkins: Der Gotteswahn, 6. Auflage, Ullstein: Berlin 2007 (2006), S. 75f. Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus“Kategorien: Weltanschauung | Erkenntnistheorie | ReligionsphilosophieMeine WerkzeugeNeue Funktionen Anmelden / Benutzerkonto erstellen NamensräumeArtikel Diskussion VariantenAnsichtenLesen Bearbeiten AktionenVersionsgeschichte Suche NavigationHauptseite Über Wikipedia Themenportale Von A bis Z Zufälliger Artikel MitmachenHilfe Autorenportal Letzte Änderungen Kontakt Spenden Drucken/exportierenBuch erstellenAls PDF herunterladenDruckversionWerkzeugeLinks auf diese Seite Änderungen an verlinkten Seiten Spezialseiten Permanenter Link Seite zitieren In anderen SprachenAzərbaycanca Afrikaans Aragonés العربية مصرى Български বাংলা Bosanski Català Česky Cymraeg Dansk Ελληνικά English Esperanto Español Eesti Euskara فارسی Suomi Võro Français Gaeilge Gàidhlig Galego עברית हिन्दी Hrvatski Magyar Հայերեն Interlingua Bahasa Indonesia Italiano 日本語 Basa Jawa ქართული 한국어 Latina Lëtzebuergesch Lietuvių Latviešu Македонски Mirandés Nederlands ‪Norsk (nynorsk)‬ ‪Norsk (bokmål)‬ Polski Português Română Русский Sicilianu Srpskohrvatski / Српскохрватски Simple English Slovenčina Slovenščina Shqip Српски / Srpski Svenska தமிழ் Tagalog Türkçe Українська اردو O'zbek Tiếng Việt ייִדיש 中文 粵語 Diese Seite wurde zuletzt am 28. September 2010 um 17:01 Uhr geändert. Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Einzelheiten sind in den Nutzungsbedingungen beschrieben.
Wikipedia® ist

                   5  Was ist Agnostizismus? !!! Achtung !!!

Diese Darstellung ist quick 'n dirty, ich brauchte den Text für eine aktuelle Diskussion. Ich werde ihn noch stark überabeiten.


Einführung
Weder Theismus noch Atheismus sind beweisbar
Der Begriff 'Agnostizismus' ist jung, die dahinter stehenden Auffassungen nicht
Agnostiker sind skeptisch
Agnostiker sind vorsichtig und haben deshalb viele Feinde
Agnostiker trauen nicht blindlings der Vernunft
Der Agnostiker weiß um die Grenzen der Erkenntnisfähigkeit
Für Agnostiker gibt es keine ewigen Wahrheiten
Agnostiker sind offen
Unsere Erkenntnismöglichkeiten sind begrenzt
Agnostiker sind friedliebend
Agnostiker und Atheisten

Einführung

In vielen Diskussionen im Usenet oder auch per E-Mail habe ich versucht, meinen agnostischen Standpunkt zu vertreten. Leider habe ich dabei teilweise sehr persönlich gehaltene und oft auch sachlich unbegründete Angriffe 'einstecken' müssen. Eigentlich wollte ich meinen Standpunkt selber ausführlich darstellen, aber ich fand eine Arbeit von Karheinz Deschner, die sich so gut mit meiner Auffassung deckt und zudem wesentlich besser formuliert ist, als ich das könnte, dass ich einsah, dass es keinen Sinn macht, das Rad nochmals zu erfinden. Im folgenden finden Sie eine Passage aus dem Buch:

Deschner, Karlheinz (Hrsg.) "Warum ich Christ / Atheist / Agnostiker bin" 1977 Köln, Kiepenheuer & Witsch.

In diesem Buch stellen Friedrich Heer die christliche, Joachim Kahl die atheistische und Karlheinz Deschner die agnostische Position dar. Karlheinz Deschner ist 1924 geboren und hat sich als Autor literatur- und kirchenkritischer Arbeiten einen Namen gemacht ('Abermals krähte der Hahn', 'Das Kreuz mit der Kirche' oder 'Kirche des Unheils'). Er wurde von Theologen schärfstens angegriffen, aber bisher ist es niemandem gelungen, Deschners Thesen zu widerlegen. In den genannten Arbeiten hat er buchstäblich Tausende von Quellen verarbeitet, mehr als 'Flüchtigkeitsfehler' beim Zitieren konnten ihm nicht nachgewiesen werden. Ich habe diesen Autor als 'Gewährsmann' gewählt, weil auch 'HardLiner' unter den bekennenden Atheisten keine Chance haben, die Qualifikation dieses Autors mit der Bemerkung: 'der gehört doch zu den Theisten' abzutun.

Der Text wird im folgenden unverändert wiedergegeben, ich habe mir lediglich erlaubt, an einigen Stellen Anmerkungen anzubringen und den fortlaufenden Text durch Überschriften zu gliedern. Ich hoffe, dass ich Herrn Deschner keine Auffassungen unterstelle, die ich in seine Darstellung 'hineingelesen' habe.


Übersicht

Weder Theismus noch Atheismus sind beweisbar

Deschner stellt zunächst die agnostische Grundthese vor: weder Atheismus noch Theismus sind beweisbar. Daraus folgt für den Agnostiker, dass man das Problem einfach offen lassen sollte. Der Theismus behauptet, der Atheismus leugnet Gott. Den Beweis aber, den freilich der Theist zuerst führen müßte, bleibt jeder schuldig. Denn niemand kann Gott, niemand jedoch auch seine Nichtexistenz beweisen. Selbst Nietzsche konzedierte die Möglichkeit einer metaphysischen Welt [ 88 ]. Was läge näher, als das Problem offen zu lassen?

Dies eben tut der Agnostiker. Beachten Sie bitte, dass der agnostische Standpunkt 'resignativ' ist. Aus der Tatsache, dass ein Beweis nicht möglich ist, wird gefolgert, dass uns diesbezüglich Wissen verwehrt ist. Die 'ehrlichste' Haltung besteht darin, die Frage einfach offen zu lassen.


Übersicht

Der Begriff 'Agnostizismus' ist jung, die dahinter stehenden Auffassungen nicht

Das Wort Agnostizismus ist jung - eine Schöpfung erst des englischen Naturforschers und Philosophen Thomas Henry Huxley (1869) -, die Haltung aber schon in den Upanishaden vorhanden, bei Buddha, Laotse, den griechischen Sophisten, deren bedeutendster, Protagoras, schrieb: "Von den Göttern weiß ich nichts, weder daß es solche gibt, noch daß es keine gibt" [ 89 ]. Agnostiker in der Neuzeit sind Hume, Kant (mit Einschränkung), Comte, Spencer, Darwin, Russell, Camus, die Neukantianer, die Positivisten und, im weiteren Sinn, viele, die oft kaum den Namen kennen.

Der Begriff 'Agnostizismus' wurde zwar erst im 19. Jahrhundert eingeführt, der dahinter stehende Gedanke ist aber, wie Deschner anführt, deutlich älter. Eine auch sprachlich sehr ansprechende Formulierung von Xenophanes möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: Nicht von Beginn an enthüllten die Götter uns Sterblichen alles;
Aber im Laufe der Zeit finden wir suchend das Bess're.

Sichere Wahrheit erkannte kein Mensch und wird keiner erkennen
Über die Götter und alle Dinge, von denen ich spreche.
Sollte einer auch einst die vollkommene Wahrheit verkünden,
Wüßte er selbst es doch nicht: es ist alles durchwebt von Vermutung.

Diese Zeilen geben den Standpunkt des Agnostikers gut wieder: es gibt keine göttliche Offenbarung, aber die Möglichkeit, das vorhandene (Handlungs-)Wissen zu vermehren. Das Problem dabei ist weniger, dass es uns nicht möglich sein könnte, dabei wahre Sätze aufzustellen, sondern, zu wissen, dass wir das getan haben.


Übersicht

Agnostiker sind skeptisch

Der Agnostiker ist Skeptiker, Einzelgänger, Außenseiter. Er ist weniger dogmatisch als sachlich orientiert, seine Weltanschauung weniger ein Glaubensbekenntnis als - wie schon für Thomas Huxley - eine kritische Methode, ein Versuchs-Standpunkt. Der Agnostiker tendiert zu Vorbehalten, zum Vorläufigen. Er liebt nicht die Mitläufer und Nachläufer, die 'großen Überzeugungen', die Starkgläubigen und Flachköpfigen jeder Facon. Er gründet keine Parteien und Sekten, treibt keine Mission und bezahlt keine Funktionäre. Die Welt ist für ihn nicht so eindeutig wie für die Orthodoxen jeder Provenienz und Provinz ('im Himmel und auf Erden'). Er neigt mehr zum Infragestellen als Jasagen, mehr zum Widerspruch und oft genug Widerwillen als zu irgendeinem Konsensus, zur Entgötzung mehr als zur Anthropolatrie, und wird durch die Realität, rings um den Erdball, bestätigt. Agnostiker sind deswegen Außenseiter, weil sie in kein Schema passen. Der Theist versteht nicht, warum man ausgerechnet an seinen Lieblings-Gott nicht glauben kann. Der Atheist mag nicht einsehen, warum nicht sicher sein soll, dass es keinen Gott gibt. Jeder Anhänger einer wissenschaftlichen Theorie hört ungern, dass man seine Erkenntnisse infrage stellen kann. Der Agnostiker setzt sich so komfortabel zwischen alle Stühle.


Übersicht

Agnostiker sind vorsichtig und haben deshalb viele Feinde

Doch scheut der Agnostiker auch das unwiderrufliche Nein. Er haßt und hofft - ein 'gebranntes Kind' vielleicht, ein enttäuschter 'Schwarmgeist', eine desillusionierte 'schöne Seele', ziemlich abseitig meist, 'unzeitgemäß', kein Negativist zwar, doch kaum auf Systeme festgelegt und darum auch nicht widerlegt, wenn sie es sind. Er ist einsam, geduldig, methodisch mißtrauisch. Er wartet ab, laviert aber nicht. Er ist vorsichtig, doch nicht aus Angst. Er lebt hypothetisch und gefährlich. Er kämpft, muß es sein, nach allen Seiten und ohne Rückendeckung. Nie aber gibt er Mutmaßungen als Wahrscheinlichkeiten, nie Wahrscheinlichkeiten als Gewißheiten aus, und immer überläßt er die 'absolute Wahrheit' den absoluten Lügnern. Wie er nicht getäuscht sein will, täuscht er auch nicht selber. Keiner, zu dem man mit fliegenden Fahnen übergeht, doch keiner auch, den man mit fliegenden Fahnen verläßt. Minder selbstgewiß als die Doktrinäre aller Richtungen, minder siegreich, aber nicht so leicht abzutun, nicht so inkonsequent. Er kollaboriert kaum mit Christen, wie nun sehr oft der marxistische Atheist, der den Jenseitsglauben doch, mit Marx, Engels, Lenin, verdammt (offenbar nicht aber jenes weltweite Nivellieren und Hörigmachen durch zwei 'Heilslehren' fürchtet, das nach dem notwendigen Kapitalismusbankrott droht).


Übersicht

Agnostiker trauen nicht blindlings der Vernunft Wenig disqualifiziert philosophisch so wie Mangel an Mißtrauen; wenig liebt der Agnostiker mehr als Erkenntnis. Doch folgt er der Vernunft nur, solang sie auf nüchterner, methodischer Erfahrung basiert, ihr Eliminieren und Generalisieren im Bereich des Erkennbaren bleibt. Das heißt aber weder, daß er, kurzsichtig und stumpf, ohne Ahnungen, Erwartungen, Wagnisse, auf das ihm Nahe und Nächste nur starre, die bloße Haut der Welt [ 90 ]; noch daß er, verliebt in die Reize des Ungewissen, an offnen Türen vorübergehe und die Agnosie vergötze, aus dem Unbekannten einen Kult, dem Geheimnis einen Gottesdienst mache und, wie Nietzsche frotzelt, jetzt "das Fragezeichen selbst" als Gott anbete. [ 91 ]

Der Agnostiker leugnet nicht die Möglichkeit von Phänomenen, von denen unsere Schulweisheit nichts träumt, schwelgt und schwärmt aber nicht ins Blaue hinein, gibt nicht vor, zu wissen, was er nicht weiß. Zwar erblickt er in den gegenwärtigen Grenzen unseres Erkennens nicht Grenzen für alle Zukunft und schon gar nicht im Vermögen oder Unvermögen Einzelner das Kriterium des Vermögens der Menschheit. Erscheint ihm doch nicht einmal das Erörtern transzendenter Fragen ganz sinnlos was schon die Explikation seines eigenen Standpunkts verbietet. Ihre definitive Beantwortung freilich schließt er aus.


Übersicht

Der Agnostiker weiß um die Grenzen der Erkenntnisfähigkeit

In Wirklichkeit ist nicht nur unser Wissen, sondern schon unser Denkvermögen bescheiden. Es kann nicht aus sich heraustreten, weder aus seiner prinzipiell beschränkten Potenz - sogar in der Logik und Mathematik gibt es unübersteigbare Erkenntnisgrenzen -, noch aus seiner speziellen Position. Wir können zum Beispiel keinen Standort beziehen außerhalb unseres Intellekts, unserer Kultur und Sprache. "Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt" (Wittgenstein). Wir sind abhängig von unseren Begriffen, Teilerfahrungen, vorgegebenen Situationen, sind perspektivischen Schätzungen ausgeliefert und Verschätzungen, Scheinbarkeiten, sind an einen bestimmten Raum, eine bestimmte Zeit gebunden. Wir wissen wenig oder nichts über die frühesten Phasen der Erdgeschichte, die Entstehung des Lebens, uns fern liegende Teile des Universums; wissen keinesfalls, ob die uns bekannten 'Naturgesetze' für das gesamte All gelten, ob sich nicht auch völlig andere Wertmaße und Seinssysteme denken lassen, unendlich viele, selbst die Möglichkeiten uns gar nicht vorstellbarer. "Gesagt werden kann immer nur: nach den bisher gemachten Erfahrungen scheint alles fraglich, scheint die Fraglichkeit die eigentliche Wirklichkeit zu sein. Offen muß dagegen bleiben, ob die weitere Erfahrung dies bestätigt oder nicht; denn auch die Behauptung der Fraglichkeit von allem darf von ihrem Wesen her nicht zur unfraglichen These erstarren" (Wilhelm Weischedel). [ 92 ]


Übersicht

Für Agnostiker gibt es keine ewigen Wahrheiten Entstand die Welt durch Zufall? Ist sie Schöpfung oder ewiges Werden, endlich oder unendlich, 'materiell' oder 'ideell' begründet?

Die ältesten Denker unterschieden noch nicht zwischen Geistigem und Stofflichem. Eine immanente Naturdeutung versuchten schon Demokrit, die Epikuräer; in der Neuzeit Lamettrie, Moleschott, Büchner, Vogt, Feuerbach, Marx, Lenin. Viel spricht dafür, doch zu erweisen ist dies nicht (mag auch ein Jesuit - lumpig wie sein Deutsch - den Materialismus, nebst Darwinismus und Kantianismus, gleichstellen mit "Advokatenkniffen. Gaunerstücken und Börsenmanöver, bei denen die Gesetze listig übertreten und der Mitmensch betrogen wird". [ 93 ] Astronomie, Astrophysik, Philosophie liefern bloß Theorien, regulative Fiktionen, durchaus nicht aber aeternae veritates, die Nietzsche "die unwiderlegbaren Irrtümer des Menschen", Robert Musil "Richtbilder" nennt, "Ewige Wahrheiten, die weder wahr noch ewig sind, sondern für eine Zeit gelten, damit sie sich nach etwas richten kann"; während Stanislaw Jerzy Lec gleichfalls keine ewigen Wahrheiten kennt, aber: "Ewige Lügen schon". [ 94 ]


Übersicht

Agnostiker sind offen

Der Agnostiker unterschätzt zwar nicht das Denken, setzt ihm nicht vorschnell Schranken, ist vielmehr sicher, daß es die Natur weiter dechiffrieren werde, auch die Mysterien seiner selbst, was ja noch niemand glücklich machen muß. Doch überzeugt die Meinung des Erasmus, unsere Energie könne alles überwinden, die Ansicht auch des jungen Marx, die Menschheit stelle sich keine Probleme, die sie nicht löse? [ 95 ] Wie vieles schien schon gelöst, was sich als Irrtum erwies. Und oft war auch die neue Lösung nur ein neuer Irrtum, das jüngste Forschungsresultat schlicht falsch. Ungezählte szientifische Lehren steckten voller Fehler und werden künftig voller Fehler sein. Es gibt keine Garantie dagegen, wie Karl Popper unermüdlich wiederholt. "Alle Theorien sind Hypothesen; alle können umgestoßen werden". [ 96 ]


Übersicht

Unsere Erkenntnismöglichkeiten sind begrenzt Alle sind mehr Funktionsbegriffe als Konstanten, mehr provisorisch denn definitiv. "Was wir wissen, ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ein Ozean" (Newton). In den Geisteswissenschaften dominieren häufig bloße Moden. Aber selbst in der Physik sind fundamentale Tatsachen manchmal nur interpretatorisch zu deuten und ohne logische Evidenz. Auch wird weder alles wissenschaftlich faßbar noch technisch machbar sein, wird es immer Grenzen geben, an denen der Mensch scheitert, ist überhaupt weniger das Wesen der Welt, des Geistes problematisch, als deren Existenz, nicht das Wie, sondern das Daß. Und noch einmal: auch mit der Beantwortung aller wissenschaftlich-technischen Fragen sind noch nicht unsre menschlich-persönlichen geklärt.

"Zweimal zwei gleich vier ist Wahrheit,
Schade, daß sie leicht und leer ist.
Denn ich wollte lieber Klarheit
Über das, was voll und schwer ist" (Wilhelm Busch).

Zwar: "Es sind immer nur diejenigen, welche wenig wissen, und nicht die, welche viel wissen, die positiv behaupten, daß dieses oder jenes Problem nie von der Wissenschaft werde gelöst werden". Aber Darwin, der das schrieb (und sich selber Agnostiker nannte), bekannte auch: "Ich fühlte zutiefst, daß das Ganze zu geheimnisvoll für den menschlichen Verstand ist. Genausogut könnte ein Hund über den Verstand Newtons spekulieren ... " [ 97 ] Beide Zitate erschließen die Stellung des Agnostikers, der unsre Aufgaben hier zwar mit Haeckels "Impavidi progrediamur" (unverzagt vorwärts!) angreifen, die Eventualität eines 'Jenseits' aber nur mit "Ignorabimus" (wir werden es nicht wissen) beantworten kann.


Übersicht

Agnostiker sind friedliebend

Warum also nicht alles metaphysische Gemunkel preisgeben, jeden religiösen (und nichtreligiösen) Absolutheitsanspruch, jede religiöse (und nichtreligiöse) Intoleranz? Warum nicht friedlich und freundlich werden, zum Wissen erziehen, soweit man wissen kann, und zur Liebe - in einem kurzen Leben auf einer änigmatischen Welt?


Übersicht

Agnostiker und Atheisten

Da ein 'höchstes Wesen' weder zu verifizieren noch freilich, infolge unserer Erkenntnisbegrenzung, zweifelsohne auszuklammern ist, erscheint mir die agnostische These verantwortbarer, konsequenter als die atheistische. Wobei der kritische Atheist, der die Gottesidee als unbegründbar und überflüssig ablehnt, dem Agnostiker natürlich nähersteht als der dogmatische Atheist, der sie assertorisch verneint. Doch auch von ihm unterscheidet der Agnostiker sich nur theoretisch, indem er den Theismus eben nicht schlankweg bestreitet: ein bloßer begriffskritischer Akt, eine letzte logische Absicherung. Dies beiseite, lebt der Agnostiker wie der Atheist, ohne weitere Konzessionen, ohne Gebote 'von oben', so daß das beide Verbindende selbstverständlich weit stärker als das allenfalls Trennende ist und mancher- wie Jean Améry - als Atheist und Agnostiker sich zugleich fühlen kann. [ 98 ]


Übersicht



Anmerkungen
88 Nietzsche I, 542
[ zurück ]
89 Nestle, Die Vorsokratiker, 66 ff, 173. Berholet, Wörterbuch, 14. Schmidt, Philosophisches Wörterbuch 1943, 463
[ zurück ]
90 Vgl. dazu etwa den einst so überschätzten Ortega y Gasset, Gott in Sicht, 1969, 23 ff
[ zurück ]
91 Nietzsche II, 670, 894
[ zurück ]
92 W. Weischedel, »Von der Fragwürdigkeit einer philosophischen Theologie«, in: Salaquarda (Hg.), Philosophische Theologie im Schatten des Nihilismus, 1971, 185
[ zurück ]
93 Brors, Modernes ABC, 171
[ zurück ]
94 Nietzsche II, 159. Musil variiert dies öfter. Vgl. u. a. Der Mann ohne Eigenschaften, 1952, 236, 255. S. J. Lec, Spätlese unfrisierter Gedanken, 1976, 93
[ zurück ]
95 R. Padberg, Personaler Humanismus, Das Bildungsverständnis des Erasmus von Rotterdam, 1964, 71. Zu Marx vgl. etwa die Einschränkungen bei Engels, Anti-Dühring, 1973, 80 ff. Nach Birnbacher / N. Hoerster (Hg.) Texte zur Ethik, 1976, 33
[ zurück ]
96 K. R. Popper, Objektive Erkenntnis. Ein evolutionärer Entwurf, 1973, 54, 42
[ zurück ]
97 Schmidt, Philosophisches Wörterbuch, 3. A., 128 und R. Eisler, Wörterbuch der philosophischen Begriffe, 21
[ zurück ]
98 Vgl. J. Améry, »Provokationen des Atheismus«, in: Schultz (Hg.), Wer ist das eigentlich - Gott?, 209 ff
[ zurück ]

                                      7. Amazon

amazon.de
Hallo! Melden Sie sich an, um persönliche Empfehlungen zu erhalten. Neukunde? Bitte hier starten.  
Neu: Alles für Studenten

Mein Amazon  |  Sonderangebote  |  Wunschzettel  |  Gutscheine  |  Geschenke   Mein Konto  |  Hilfe  |  Impressum
Alle Kategorien ansehen

Suche
Alle KategorienAuto & MotorradBabyBaumarktBekleidungBeleuchtungBlu-rayBücherBürobedarf & SchreibwarenComputer & ZubehörDrogerie & KörperpflegeDVD & Blu-rayElektronik & FotoEnglische BücherGamesGarten & HaustierKamera & FotoKlassische MusikKüche & HaushaltLebensmittel & GetränkeMP3-DownloadsMusikMusikinstrumente & DJ-EquipmentParfümerie & KosmetikSchmuckSchuhe & HandtaschenSoftwareSpielzeugSport & FreizeitUhrenZeitschriften     Einkaufswagen Einkaufswagen

Bücher Erweiterte Suche Stöbern Bestseller Neuheiten Hörbücher Englische Bücher Taschenbücher Fachbücher Sonderangebote Bücher verkaufen
Bücher Alle Bücher Fachbücher Englische Bücher Bücher in weiteren Fremdsprachen Hörbücher Zeitschriften Musik, DVD & Games Musik MP3-Downloads Klassische Musik Musikinstrumente & DJ-Equipment DVD & Blu-ray Blu-ray PC- & Video-Games Konsolen & Games-Zubehör Computer & Büro Notebooks & PCs PC-Zubehör & Monitore PC-Komponenten Software PC- & Video-Games Drucker & Tintenpatronen Bürobedarf Elektronik & Foto Kamera & Foto Telefone & Handys TV & Video MP3-Player & HiFi Musikinstrumente & DJ-Equipment Navigation & Car-HiFi Konsolen & Games-Zubehör Haushaltsgeräte & Staubsauger Alle Produkte Küche, Haus & Garten Haushaltsgeräte & Staubsauger Wohnen & Lifestyle Kochen & Essen Beleuchtung Garten & Haustier Alle Produkte Baumarkt & Auto Baumarkt Auto & Motorrad Navigation & Car-Hi-Fi Lebensmittel & Drogerie Lebensmittel & Getränke Drogerie & Körperpflege Parfümerie & Kosmetik Spielzeug & Baby Spielzeug Baby Kinderwelt Brettspiele Kleidung, Schuhe & Uhren Bekleidung Schuhe Schmuck Uhren Handtaschen Sport & Freizeit Alle Produkte Fitness Sportswear Fußball Radsport Camping & Outdoor
  Weitere Suchergebnisse für "agnostizismus" auf Amazon.de

Der Gotteswahn
Neu kaufen: EUR 9,95
118 Angebote ab EUR 4,40
3.8 von 5 Sternen (268) 
Wozu brauche ich einen Gott?: Gespräche mit Abtrünnigen und Ungläubig…
Neu kaufen: EUR 8,95
84 Angebote ab EUR 2,19
3.3 von 5 Sternen (9) 
Cosmic Trigger 2
Neu kaufen: EUR 18,90
65 Angebote ab EUR 18,90
4.4 von 5 Sternen (28) 
Alle 660 Ergebnisse anzeigen 

Menge: 123456789101112131415161718192021222324252627282930
oder Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.

Alle Angebote84 Angebote ab EUR 16,92Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen

Empfehlen


 
 
Für Kunden: Stellen Sie Ihre eigenen Bilder ein.

Hier reinlesen und suchen Agnostizismus - Freies Denken für Dummies [Taschenbuch] Horst Herrmann (Autor)
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
8 Rezensionen
5 Sterne:  (5)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:  (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:  (2)
› Alle 8 Kundenrezensionen ansehen

Preis: EUR 19,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.

Lieferung bis Freitag, 1. Oktober: Bestellen Sie in den nächsten 19 Stunden und 18 Minuten per Overnight-Express. Siehe Details.



78 neu ab EUR 19,95 6 gebraucht ab EUR 16,92


Feedback | Hilfe | Erweiterte Ansicht | Schließen Agnostizismus - Freies Denken für Dummies(Taschenbuch)von Horst Herrmann (8) EUR 19,95 84 gebraucht und neu ab EUR 16,92BuchabschnitteBuchdeckel
Copyright
Inhaltsverzeichnis
Die ersten Seiten
Stichwortverzeichnis
Rückseite
Ich möchte überrascht werden!
Im Buch suchen Zu Ihrer Information...
Ihr BrowserverlaufSeite von > Kunden kauften auchSeite von Wird oft zusammen gekauft
+ + Preis für alle drei: EUR 36,80
Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigenDie ausgewählten Artikel zusammen kaufenDieser Artikel: Agnostizismus - Freies Denken für Dummies von Horst Herrmann Taschenbuch EUR 19,95 Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de.
Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details
Wozu brauche ich einen Gott?: Gespräche mit Abtrünnigen und Ungläubigen von Fiona Lorenz Taschenbuch EUR 8,95 Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de.
Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details
Gut sein ohne Gott: Ethik und Weltanschauung für Kinder und andere aufgeklärte Menschen von Christian Lührs Broschiert EUR 7,90 Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de.
Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details
Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch  Seite 1 von 33 (Zum Anfang) Zurück Wozu brauche ich einen Gott?: Gespräche mit Abtr... von Fiona Lorenz 3.3 von 5 Sternen (9)EUR 8,95 Philosophie für Dummies von Tom Morris 3.4 von 5 Sternen (16)EUR 10,00 Gut sein ohne Gott: Ethik und Weltanschauung... von Christian Lührs 4.7 von 5 Sternen (3)EUR 7,90 Weiter Entzauberte Welt: Über den Sinn des Leb... von Bernulf Kanitscheider 4.8 von 5 Sternen (5)EUR 24,00 Religionen der Welt für Dummies von Marc Gellman 3.7 von 5 Sternen (3)EUR 19,95 Ach, der Himmel ist leer: Lauter gute Gründe geg... von Peter Henkel 4.4 von 5 Sternen (5)EUR 10,90
ProduktinformationTaschenbuch: 295 Seiten Verlag: Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA; Auflage: 1. Auflage (2. Juli 2008) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3527704264 ISBN-13: 978-3527704262 Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 17,6 x 1,6 cm Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
8 Rezensionen
5 Sterne:  (5)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:  (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:  (2)
› Alle 8 Kundenrezensionen ansehen Amazon Bestseller-Rang: Nr. 146.445 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
Nr. 30 in  Bücher > Lernen & Nachschlagen > Wissen nach Themen > Gesellschaft & Individuum > Denken Möchten Sie die Produktinformationen aktualisieren oder Feedback zu den Produktabbildungen geben?

ProduktbeschreibungenPressestimmen"Gerade die "Dummies", d.h. jene Leute, die in sokratischer Selbstbeschneidung sich nicht von jeder wissenschaftlichen These beeindrucken lassen, sondern nur anerkennen, was verständlich ausgedrückt und logisch begründet ist, werden an dem Buch ihre helle Freude haben." (Aufklärung + Kritik, September 2008)
 
"...Dies ist eine solide Einführung in den Agnostizismus und das kritische Denken, die wohltuend sachlich ist und viele originelle Gedanken, Zitate und Aphorismen enthält. Die agnostische Position wird überzeugend vorgetragen, ohne dabei Gläubige herabzusetzen. Sie missioniert nicht, sondern steckt durch ihre klare Rationalität von alleine an."
diesseits (Zeitschrift des Humanistischen Verbandes), Nr. 85/2008 KurzbeschreibungGläubige haben Organisationen und Schriften, die ihnen Leitung und Halt geben. Alle Gläubigen? Nein, was ist mit den Agnostikern, den Freidenkern, den Menschen, die zugeben, dass sie nur wissen nichts zu wissen? »Agnostizismus für Dummies« ist ein Buch für Sie, wenn Sie sich keinem Dogma unterordnen wollen, sich nicht vordenken lassen wollen und im Wortsinn glauben, also nicht wissen. Horst Herrmann stellt Ihnen die Bandbreite des Agnostizismus und auch den Atheismus vor und erklärt systematisch Denkmodelle vom Kritischen Rationalismus bis zur Erkenntnistheorie. So ist dies endlich ein Ratgeber für Freidenker, ein Reiseführer durch das Dickicht von Glauben, Wissen, Hoffen, Dogma und Freiheit. Alle Produktbeschreibungen Was kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?
74% kaufen den auf dieser Seite vorgestellten Artikel:Agnostizismus - Freies Denken für Dummies von Horst Herrmann Taschenbuch 3.8 von 5 Sternen (8)
EUR 19,95

7% kaufen Philosophie für Dummies von Tom Morris Taschenbuch 3.4 von 5 Sternen (16)
EUR 10,00

7% kaufen Der Gotteswahn von Richard Dawkins Broschiert 3.8 von 5 Sternen (268)
EUR 9,95

7% kaufen Wozu brauche ich einen Gott?: Gespräche mit Abtrünnigen und Ungläubigen von Fiona Lorenz Taschenbuch 3.3 von 5 Sternen (9)
EUR 8,95
› Weitere Artikel entdecken
In diesem Buch (Mehr dazu) Ausgewählte Seiten ansehen

Von anderen Kunden vorgeschlagene Artikel:
L'athéisme expliqué aux croyants von Paul Désalmand5.0 von 5 Sternen (1)   Vorgeschlagen von 1 Kunde Dr. Siri und seine Toten -: Roman von Colin Cotterill4.3 von 5 Sternen (21)  EUR 8,95 Vorgeschlagen von 1 Kunde Der Herr ist kein Hirte: Wie Religion die Welt vergiftet von Christopher Hitchens4.3 von 5 Sternen (35)  EUR 9,95 Vorgeschlagen von 1 Kunde Der Gotteswahn von Richard Dawkins3.8 von 5 Sternen (268)  EUR 22,90 Vorgeschlagen von 1 Kunde Warum überhaupt Religion?: Der Gott der Richard Dawkins schuf von Peter Strasser3.3 von 5 Sternen (6)  EUR 14,90 Vorgeschlagen von 1 Kunde 8 weitere ähnliche Artikel für "agnostizismus" anzeigen
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden (Was ist das?) Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.Markieren Sie die Kästchen neben den Tags, die Sie verwenden möchten, oder geben Sie weiter unten eigene Tags ein. 
philosophie(3)glaube und vernunft(2)religionskritik(2)religionsphilos ophie(2) atheismus(1)denken(1)gott(1)kritischer rationalismus(1) religion(1)
Stimmen Sie diesen Tags zu? Alle 13 Tags anzeigen...

Ihre Tags: Ersten eigenen Tag hinzufügen Produkte mit folgendem Tag suchen:   Beliebteste Tags anzeigen
  Kundenrezensionen

8 Rezensionen
5 Sterne:  (5)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:  (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:  (2)
         Durchschnittliche Kundenbewertung 3.8 von 5 Sternen (8 Kundenrezensionen)       Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen


  11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich: 5.0 von 5 Sternen Nicht in einem Rutsch lesen!, 11. Oktober 2009
Von  T. Buchholz "funaru" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)    Rezension bezieht sich auf: Agnostizismus - Freies Denken für Dummies (Taschenbuch) Dieses Buch ist eine wahre Fundgrube, die so viele kleine Schätze enthält, dass es am besten ist, sich viel Zeit mit dem Lesen zu lassen. Ich empfehle ein Kapitel am Tag, maximal zwei. Die Themenvielfalt des Buches macht es schwer, mehr auf einmal zu behalten. Zumindest mir ging es beim ersten Lesen so.
Das Buch bietet in der Tat eine qualitativ und quantitativ hervorragende Hinführung zum Thema Agnostizismus. Herrmann zeigt auf, warum sich viele Menschen gegen Fakten und Vernunft (Empirie und Logik) und für irrationale Autoritätengläubigkeit entscheiden. Ob eine Autorität dabei ein "heiliges" Buch, besondere "Glaubenswahrheiten" oder ein religiöser/politischer Führer ist, kommt im Endeffekt aufs selbe raus.

Herrmann ist ein Insider und Kenner der verlogenen und menschenfeindlichen Haltung der Kirche zu diversen Themen unserer Gesellschaft. Schließlich war er der jüngste Theologieprofessor aller Zeiten, bevor er aufgrund von Zweifeln an der Legitimität des Katechismus seitens der Kirche seines Amtes enthoben wurde. Herrmann weiß, wovon er spricht, wenn er Amtskirche, Dogmen und den Klerus kritisiert und er findet immer ein passendes Zitat großer Denker und Denkerinnen zur Illustration. Insbesondere die Unterdrückung von Frauen und Kindern durch das kirchlich verordnete Patriarchat ist für den Autor ein Kernpunkt seiner Kritik.

Herrmann gelingt es wie keinem Zweiten, die ethischen Unzulänglichkeiten in den "heiligen" Schriften der drei Monotheismen aufzuzeigen. Er vergisst nicht zu erwähnen, dass vor 2000 Jahren andere sozioökonomische Bedingungen geherrscht haben - weißt aber darauf hin, dass wir uns gerade deswegen von den Normen und Werten dieser Bronzezeit-Menschen verabschieden sollten.

Natürlich gibt es auch viele positive Aspekte in den Weltreligionen, aber ihr Mangel an kritischer Reflexion und wissenschaftlicher Redlichkeit gehören gewiss nicht dazu. Dies ist es, was Herrmann stört und weswegen er zu einer agnostischen (=unwissenden) Haltung rät. Wie Sokrates schon sagte: "Ich weiß, dass ich nichts weiß!". Wann hat man diese Formulierung zuletzt von einem Papst gehört?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen   War diese Rezension für Sie hilfreich?    Rezension unzumutbar? | Kommentar als Link Kommentar Kommentare (3)


  24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich: 5.0 von 5 Sternen Gelungene Einführung zum Agnostizismus, 5. September 2008
Von  Christian Abbe - Alle meine Rezensionen ansehenRezension bezieht sich auf: Agnostizismus - Freies Denken für Dummies (Taschenbuch) Horst Herrmann liefert mit seinem Buch eine gelungene philosophische Einführung zum Agnostizismus. Thematisch werden verschiedene Facetten von Theismus, Atheismus und natürlich Agnostizismus erklärt und deren unterschiedliche Konsequenzen anhand nachvollziehbarer Beispiele aus der Lebenspraxis verdeutlicht. Auch auf verwandte philosophische Denkrichtungen (wie Skeptizismus und kritischer Rationalismus) wird am Rande eingegeangen.

Typisch für ein Buch aus der Reihe "Für Dummies..." ist die Absicht, es Interessierten möglichst einfach zu machen, sich zurecht zu finden: Das Buch ist gut strukturiert, die Textabschnitte sind kurz und mit Zusammenfassungen versehen. Zahlreich eingestreute Zitate und interessante Zwischenfragen an die Leser und Leserinnen regen immer wieder zum eigenständigen Nachdenken an. Ein vermeidbares Manko sind die oft ungenauen Quellenangaben. Meist muss man sich mit dem Namen der jeweiligen Autoren begnügen. Immerhin werden aber am Ende des Buchs zumindest Literaturempfehlungen gegeben.

Fazit: Agnostizismus - Freies Denken für Dummies ist ein interessantes und erfrischend geschriebenes Buch, das es schafft einen zum Nachdenken zu bringen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen   War diese Rezension für Sie hilfreich?    Rezension unzumutbar? | Kommentar als Link Kommentar Kommentar


  23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich: 5.0 von 5 Sternen Bald ein Standardwerk?, 4. September 2008
Von  Optimist (München) - Alle meine Rezensionen ansehenRezension bezieht sich auf: Agnostizismus - Freies Denken für Dummies (Taschenbuch) Darauf hatten wir lange zu warten: Mitten in die Diskussion um Theismus (Gottglaube, Kirchenglaube?) und Atheismus ("Neue Atheisten") kommt dieses längst überfällige Buch hinein. Es zeigt einen "Dritten Weg", gut belegt, innovativ, ansteckend. Es will nicht bekehren, nicht überwältigen, doch überzeugen - und das auf griffige Weise (schaut nur mal in die Vorschau hinein, wo Inhaltsverzeichnis, Probekapitel, Register zu finden sind).

Man sollte sich nicht abschrecken lassen: Es handelt sich entgegen der amazon-Ankündigung nicht um ein Taschenbuch, sondern um ein broschiertes "großes" Buch. Und die "Dummies"? Selbst nachschauen, bitte, und die Bezeichnung richtig einschätzen lernen. Immerhin handelt es sich um die weltweit am besten verkaufte Buchreihe dieser Art.


Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen   War diese Rezension für Sie hilfreich?    Rezension unzumutbar? | Kommentar als Link Kommentar Kommentar
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen › Alle 8 Kundenrezensionen anzeigen...    Anzeigen - Ihr Feedback

 Die neuesten Kundenrezensionen


1.0 von 5 Sternen Eine einzige Hasstriade gegen die Kirche
Das Buch von Horst Herrmann informiert zwar ausreichend gut über den Agnostizismus - es ist allerdings fast unerträglich durchzogen mit polemischen, unsachlichen und überzogenen... Lesen Sie weiter... Vor 3 Monaten von Bonenberger veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Private Schmutzwäsche in einem Sachbuch für die breite Masse.
Die gute Nachricht: Die LeserInnen werden ausführlich über Wesen und Merkmale des Agnostizismus informiert. Lesen Sie weiter... Vor 13 Monaten von Gerhard Neller veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Mittelmaß
Das Buch ist ganz gut geeignet, einem mit Agnostizismus zuvor nicht befassten Leser die Gedankengänge dieses Denkmodells nahezubringen. Lesen Sie weiter... Vor 14 Monaten von Martin S. veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Denkwürdig
So ein Buch hat mir gefehlt. Ich bin weder Theist noch Atheist, umso
mehr habe ich nach einem dritten Weg gesucht. Lesen Sie weiter... Vor 20 Monaten von Huygens veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Ein wesentliches Buch
Dieses Buch ist keinesfalls "nur" eine Abrechnung mit der christlichen
Hauptreligion unserer Breiten. Lesen Sie weiter... Vor 20 Monaten von Amfortas veröffentlicht

Kundenrezensionen suchen

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen
› Alle 8 Kundenrezensionen anzeigen...
Kunden diskutieren
Das Forum zu diesem Produkt
  Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
  Noch keine Diskussionen

Fragen stellen. Meinungen austauschen. Neues erfahren. Neue Diskussion starten
Thema: Erster Beitrag: Bei neuen Einträgen E-Mail erhalten Eingabe des Log-ins   [Löschen] Richtlinien

Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
  Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
schule und lernenDeutsche Grammatik für jemanden der flüssig deutsch spricht. 21 Vor 9 Stunden
schule und lernenTürkisch für Selbstlerner? 16 Gestern
schule und lernenPortugiesisch für Anfänger Welche Empfehlungen habt ihr ? 11 Vor 3 Tagen
schule und lernenIllustrator/in gesucht - Thema Hochzeit 0 Vor 3 Tagen
schule und lernenDas kleine Einmaleins 33 Vor 3 Tagen
schule und lernenSuche ein Spiel mit Hinweisen zum Erraten 14 Vor 9 Tagen
schule und lernenLatein lernen?! 66 Vor 12 TagenKundendiskussionen durchsuchen Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen     Ähnliche Forenglaube und vernunft (Diskussion starten)philosophie (Diskussion starten)religionskritik (Diskussion starten)religionsphilosophie (Diskussion starten)computerbücher  (1 Diskussion)schule und lernen  (71 Diskussionen)
Lieblingslisten

  Brauchen wir einen Gott?: Eine Liste von holyrock
  Gegen Gott # 1 / Religionskritik: Eine Liste von Georgios Atheos "Atheos"
  Meine momentanen Lieblingsbücher: Eine Liste von La Donna Legen Sie Ihre eigene Lieblingsliste an
Suche Lieblingslisten
Ähnliche Artikel findenBücher > Computer & Internet > IT-Ausbildung & -Berufe Bücher > Lernen & Nachschlagen > Wissen nach Themen > Gesellschaft & Individuum > Denken Bücher > Lernen & Nachschlagen > Wissen nach Themen > Philosophie Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen: Denken
Wissen
Philosophy
Philosophy / General
Sachbücher / Philosophie, Religion / Philosophie / Allgemeines, Nachschlagewerke
Philosophie / Populäre Darstellungen
Agnostizismus
Philosophie; Einführung (pop.)


Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.
Ihr KommentarMöchten Sie die Produktinformationen aktualisieren oder Feedback zu den Produktabbildungen geben?


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de
Für Sie dokumentiert (Was ist das?)
Sie haben keine kürzlich angesehenen Artikel. Sobald Sie sich Produktseiten oder Suchergebnisse angesehen haben, finden Sie diese Seiten zu Ihrer Information hier aufgeführt.In der rechten Spalte haben wir einige Empfehlungen für Sie zusammengestellt. Einkauf fortsetzen: Kunden, die Artikel gekauft haben, welche Sie sich kürzlich angesehen haben, kauften auch  Seite 1 von 2 (Zum Anfang) Zurück Wozu brauche ich einen Gott?: G... (Taschenbuch) von Fiona Lorenz 3.3 von 5 Sternen (9) EUR 8,95 Diese Empfehlung korrigierenDer Gotteswahn (Broschiert) von Richard Dawkins 3.8 von 5 Sternen (268) EUR 9,95 Diese Empfehlung korrigierenWeiter Oben ohne. Für einen gött... (Gebundene Ausgabe) von Karlheinz Deschner 4.0 von 5 Sternen (3)   Diese Empfehlung korrigierenGotteskrise. Fragen zu Hiob. L... (Broschiert) von Arnold Künzli   Diese Empfehlung korrigieren
Kürzlich ausgeführte Suchanfragen agnostizismus
› Besuchen Sie Ihre persönliche Seite
Sobald Sie sich Produktseiten oder Suchergebnisse angesehen haben, finden Sie diese Seiten zu Ihrer Information hier aufgeführt.
› Besuchen Sie Ihre persönliche Seite


Über unsKarriere bei Amazon Pressemitteilungen Amazon und unser Planet Make Money mit AmazonJetzt verkaufen Partnerprogramm Amazon ist Ihr Logistik-Partner › Alle anzeigen Wir helfen IhnenVersand & Verfügbarkeit Amazon Prime Artikel zurücksenden? Hilfe
China | Frankreich | Großbritannien | Japan | Kanada | Österreich | USA  Entdecken Sie: AbeBooks | Audible | IMDb | Shopbop Unsere AGB | Datenschutzerklärung | Impressum  © 1998-2010, Amazon.com, Inc. oder Tochtergesellschaften




an Thomas Waschke Stand: 11. Oktober 2000

Ihre Spenden helfen, Wiktionary zu betreiben. AgnostizismusAus Wiktionary, dem freien WörterbuchWechseln zu: Navigation, Suche Agnostizismus (Deutsch) [Bearbeiten]Substantiv, m [Bearbeiten]
KasusSingularPlural
Nominativ der Agnostizismus —
Genitiv des Agnostizismus —
Dativ dem Agnostizismus —
Akkusativ den Agnostizismus —Silbentrennung:Ag·nos·ti·zis·mus, kein Plural

Aussprache:IPA: [aɡnɔstiˈʦɪsmʊs] Hörbeispiele: —

Bedeutungen:[1] philosophische und theologische Weltanschauung, nach der die Existenz oder Nichtexistenz eines höheren Wesens entweder unbekannt oder grundsätzlich unerkennbar ist [2] allgemeiner die These von der Unerkennbarkeit metaphysischer oder erkenntnistheoretischer Aspekte

Herkunft:latinisierte Form des griechischen ᾽αγνωστικίσμος, von griechisch a-gnoein, „nicht wissen“

Synonyme:[1, 2] Unerkennbarkeit

Gegenwörter:[1] Gnostizismus

Oberbegriffe:[1] Weltanschauung [2] Erkenntnistheorie, Epistemiologie

Beispiele:[1] Der Agnostizismus ordnet die im Theismus, also beispielsweise die in Judentum, Christentum, Islam oder Hinduismus angeführten Hinweise und Beweisversuche dafür, dass es ein göttliches Wesen gebe, als unzureichend ein.[1]

Abgeleitete Begriffe:Agnostiker, Agnostikerin, agnostizistisch Übersetzungen [Bearbeiten]Einklappen ▲  
Englisch: [1, 2] agnosticism → en Esperanto: [1, 2] agnostikismo → eo Französisch: [1, 2] agnosticisme, m (fr) Italienisch: [1] agnosticismo → it m Griechisch (Neu-): [1, 2] αγνωστικισμός, m (el) Polnisch: [1, 2] agnostycyzm → pl m Portugiesisch: [1, 2] agnosticismo → pt Russisch: [1, 2] агностицизм → ru Schwedisch: [1, 2] agnosticism → sv Spanisch: [1, 2] agnosticismo → es

? Referenzen und weiterführende Informationen:[1] Wikipedia-Artikel „Agnostizismus“ [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Agnostizismus“ [ ] canoo.net „Agnostizismus“ [2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Agnostizismus“ [1] The Free Dictionary „Agnostizismus“

Quellen:
WikipediaWiktionary:Literaturliste: Agnostizismus (Liste der Autoren)

Ähnliche Wörter:Gnostizismus Von „http://de.wiktionary.org/wiki/Agnostizismus“Kategorien: Deutsch | Substantiv (Deutsch) | SubstantivMeine WerkzeugeNeue Funktionen Anmelden / Benutzerkonto erstellen NamensräumeEintrag Diskussion VariantenDiese SeiteLesen Bearbeiten AktionenVersionsgeschichte Suche NavigationHauptseite Themenportale Zufällige Seite Inhaltsverzeichnis MitarbeitEintrag erstellen Autorenportal Wunschliste Literaturliste Letzte Änderungen HilfeHilfe Spenden Hinweise für Leser WerkzeugeWas linkt hierher? Änderungen an verlinkten Seiten Spezialseiten Druckversion Beständige URL In anderen SprachenΕλληνικά English Français Ido Português Română Русский Türkçe 中文 Letzte Änderung dieser Seite: 8. Juni 2010 um 08:16  Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share-Alike“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Einzelheiten sind in den Nutzungsbedingungen beschrieben. Datenschutz Über Wiktionary™ Impressum